Grünflächen in Nordenstadt

Wenn man im Internet mit den Worten „Wiesbaden“ und „Grünflächen“ sucht, landet man schnell auf www. wiesbaden.de und kann da folgenden Satz lesen: 

„Wiesbadens Grünflächen sind mehr als nur Erholungsorte – sie fördern das Stadtklima, die Artenvielfalt und die Lebensqualität. Sie sind Rückzugsorte, Bewegungsräume und prägen das Stadtbild auf einzigartige Weise.“ 

Dies klingt nicht nach einer Beschreibung der Grünflächen hier in Nordenstadt. 

Macht man einen Spaziergang durch den Ort, stellt man schnell fest, dass hier nur sporadisch Geld und Arbeit investiert wird. 

Wir starten unseren Spaziergang am Ortseingang aus Richtung Wallau. Hier fallen direkt der Fahrbahnteiler und der Kreisel ins Auge. Bordsteine fehlen teilweise und es sieht dreckig und ungepflegt aus. Einziger Schmuck ist ein Erdhaufen.

Danach gehen wir weiter zum Horchembrunnen, der zurzeit auch nicht sehenswert ist. Das Pflaster ist abgesackt bzw. durch Wurzeln aufgetrieben. Der Wasserabfluss scheint nicht mehr gut zu funktionieren. Das Wasser läuft über und verschmutzt den Brunnenboden.

Dann schauen wir doch lieber mal auf dem zentralsten Spielplatz vorbei: Der „Horchi“ in unmittelbarer Nähe zur Grundschule, des Gemeindezentrums und der Kinderarztpraxis. Hier sind die Spielgeräte in einem guten Zustand, die Schaukel ist gerade abgebaut. 

Allerdings fällt auf, dass hier offenbar seit dem Herbst gar nicht oder kaum Laub entfernt wurde. Der Spielplatz wirkt, das liegt aber auch am aktuellen „Schmuddelwetter“, nicht sehr einladend. 

Nordenstadt verfügt über sechs Spielplätze. In den letzten Jahren wurden hier immer wieder Spielgeräte erneuert und repariert. Das ist zum großen Teil auch dem Einsatz der bisherigen Ortsbeiräte zu verdanken. Auch wir möchten dieses Thema konsequent im Blick behalten. 

Die Sanierung des Spielplatzes Breckenheimer Weg steht gerade an. Hier wird es dann auch einen barrierefreien Zugang geben, leider ist uns bisher nicht bekannt, ob es auch ein barrierefreies und so erreichbares Spielgerät, zum Beispiel eine entsprechende Schaukel geben wird. Inklusion auf unseren Spielflächen ist bisher zu kurz gekommen. Auf den beiden zentralsten und größten Spielplätzen, dem Horchi und dem Spielplatz Hainpark ist es weder mit Rollstuhl noch mit Rollator oder auch Kinderwagen möglich die Spielgeräte problemlos zu erreichen. Spielgeräte für Kinder mit Einschränkung sind nicht vorhanden. Wir wünschen uns wenigstens auf einem der beiden großen Spielplätze eine entsprechende Schaukel, die barrierefrei erreicht und genutzt werden kann. Auch eine Sandbaustelle an der Rollstuhlfahrende und gehende Kinder gemeinsam spielen können wäre eine tolle Sache. 

Wir fahren mit unserem Spaziergang durch Nordenstadt fort: 

Wir gehen am Haus der Vereine vorbei und gucken mal, wie es um den Friedhof herum aussieht. Dass der Friedhof selbst einige Missstände ausweist, ist schon oft thematisiert worden und hier schließen wir uns gerne an. 

Aber auch um den Friedhof herum ist es nicht schön. Der Kreisel wirkt ungepflegt und überall, auch im Wassergraben, liegt viel Laub und Müll.

Dieses Bild setzt sich im Westring fort. 

Der Kreisel in der Heerstraße ist im Herbst gepflegt worden. 

Auch die Bepflanzung im Hainpark und den umliegenden Fußwegen wurde im Spätsommer beschnitten. Allerdings – offenbar nach einer Beschwerde aus dem Ort – erst kurz vor dem Hainparkfest. Davor wucherten die Sträucher, Gräser und Hecken über Wochen wie Wildwuchs vor sich hin. Und genau hier muss was geschehen. Nicht nur im Hainpark, auch in den anderen teils versteckten, teils für Besucher des Ortes direkt ins Auge fallende Ecken, die in der Verantwortung der Stadt liegen, muss regelmäßiger geschnitten und Laub geharkt, werden. Es kann nicht sein, dass oft erst dann etwas passiert, wenn Bürger auf die Missstände aufmerksam machen. 

Als letzte Station auf unserem Spaziergang schauen wir uns die Wege zwischen den Feldern an. Hier gibt es keinen Wald, aber bei gutem Wetter sind viele von uns, zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad, hier zu finden. 

Auch viele Hundebesitzer kann man hier mit ihren Vierbeinern sehen. Es fällt auf, dass in der Verlängerung der Heerstraße ausreichend Mülleimer und auch ein Tütenspender zu finden sind. Geht man aber am Neubaugebiet seitlich vorbei Richtung Konrad-Zuse Straße und überquert diese, ist ab da kein Mülleimer mehr vorhanden und sollte nachgerüstet werden. Auch in der kompletten Heerstraße findet man nur am Parkplatz Taunushalle einen Eimer und im oberen Ort, z.B. im Breckenheimer Weg sucht man diese auch erfolglos. 

Dieses ist eine gute Überleitung zum Ende unseres Ausflugs durch Nordenstadt, der mit einer Bitte an die Selbstverantwortung von uns allen einher geht. Wir möchten, wenn wir Mitglied des Ortsbeirats sind, die Stadt weiterhin und nachhaltig in die Verpflichtung nehmen, dass hier in Nordenstadt die Grünflächen gepflegt und notwendige Verbesserungen vorgenommen werden. Aber auch wir sind da alle gemeinsam gefragt: 

  • Lasst uns alle gemeinsam auf die Sauberkeit im Ort achten. Entsorgt Euren Müll nicht in Hecken und Ecken, sondern nutzt die vorhandenen Mülleimer. 
  • Liebe Hundehalter, sammelt bitte alle Hundehaufen Eures Lieblings auf und werft die Beutel zugeknotet in die Mülleimer – auch die am Feldrand oder auf den kleinen Grünflächen. Seid Ihr mal im Sommer an einer Grünfläche vorbeigelaufen auf der regelmäßig Hundehaufen liegen bleiben? Und vergesst nicht, dass auf den Feldern unsere Nahrungsmittel angebaut werden. 
  • Die, die an Silvester nicht auf ein Feuerwerk verzichten wollen, beschränkt Euch bitte auf die Stunde nach Mitternacht und sammelt den Müll im Anschluss wieder ein. Insbesondere im Hainpark sah es die letzten Jahre an den ersten Tagen danach sehr unschön aus.

Habt Ihr schon mal von den Breckenheimer Landmännern gehört? Das ist eine Gruppe Ehrenamtlicher, die sich unter anderem um die Gestaltung der Kreisel kümmern, aber auch viel Spaß miteinander haben. Das finden wir eine tolle Sache und würden uns sehr über Nachahmer in Nordenstadt freuen. Auch in unserer katholischen Kirche gibt es eine ehrenamtliche Gruppe, die sich um das Außengelände kümmert und dies hegt und pflegt. 

Wenn wir alle darauf achten und die Stadt mit in die Verantwortung nehmen, schaffen wir es, dass unser Norschet wieder attraktiver wird.

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